SMART CITY - MIKROQUARTIERE

Energie- und lebensqualitätsoptimierte Planung und Modernisierung von Smart City-Quartieren

Welche Argumente sprechen für eine Reduktion von Stellplätzen?

Wie kann man in einem Smart City Areal gegenüber den Bewohnern und Betrieben argumentieren, um die Anzahl

  • der bestehenden Pkw-Stellplätze im öffentlichen Raum und
  • eventuell erforderlicher neuer privater bzw.
  • der eingeschränkt öffentlichen Stellplätze auf privatem Grund

bei Neubau oder Verdichtung für den erforderlichen Wandel zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten?

Das Hauptargument muss der Wunsch nach mehr Lebensqualität hinsichtlich Lärmreduktion, eines attraktiveren öffentlichen Raumes bis zur besseren Nahversorgung sein. Wird bei einer Verdichtung auf bedarfsgerechte Durchmischung mit Betrieben und Dienstleistungen geachtet, so werden die Wege im Areal tendenziell kürzer und können besser zu Fuß bzw. mit dem Rad oder ÖV erledigt werden.. Durch eine Erdgeschoßbelebung wird es für alle Geschäfte mehr Kunden geben, da sich die Nahversorgung gegenseitig fördert.

Oft wird die große Anzahl bestehender Stellplatzkapazitäten auf privatem Grund unterschätzt. Bei weniger MIV werden Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr attraktiver. Dies unterstützt die räumliche und zeitliche Verdichtung des ÖV. Der sinkende Stellplatzdruck hat also eine positive Rückkopplung auf das Mobilitätsverhalten, benötigt jedoch einen klaren und konsequenten lokalen Paradigmenwechsel der Verkehrsplanung im Areal und seinem Umfeld, der Stadt.

Alexander Storch, Umweltbundesamt